Musberg · Geschichte, Leben und Co ...

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Es war einmal ein kleines REBELLISCHES Bergdorf am Rande des Schönbuchs,,

so Zitat von Wolfgang Strobel. Kriegerisch waren sie eigentlich nicht, sofern

man sie in Ruhe ließ, aber wenn man die Siebenmühlental-Hexen heute sieht,

doch sehr geheimnisvoll und wohl doch nicht ganz so ungefährlich {#emotions_dlg.pirate} 

 

Diese Dorfbewohner, deren Gemeinschaft Mosberg genannt wurde,

war ab vom Schuss, wie man heute sagen würde. Viel Natur, Wald, karger Boden

und eigentlich ein hartes Leben in der damaligen Zeit. Doch die Lage war nicht

ganz so verkehrt. Schließlich ist Mosberg das Tor zum Siebenmühlental,

das früher einmal Reichenbachtal genannt wurde, bis ein paar clevere Marketing-

strategen es in Siebenmühlental umbenannt hatten. Der Grund war,

das sich nur „Sieben Mühlen“ auf der heutigen Gemarkung von Leinfelden-Echterdingen

befanden. Zudem galt die Zahl „7“ als sehr geheimnisvoll.

Zur Gemarkung Mosberg gehörten bis 1961 auch 3 Mühlen.

 

Die „Obere Mühle“

Sie tauchte urkundlich erstmals im Jahre 1350 auf und wurde 1383

auch Mohrenmühle genannt. Sie ist anno 1723 abgebrannt, wurde

aber wieder aufgebaut. Nach dem 2.ten Weltkrieg übernahm die

Familie Fischer die Mühle, die auch bis heute noch in Ihrem Besitz ist.

Sie betreiben dort eine Pferdepension mit Stallungen,

Reithalle und einem Reitplatz.

 

Die „Eselsmühle“

1451 erstmals erwähnt, wurde sie 1937 von Rudolf Gmelin aus Reutlingen gekauft.

Schon damals wurde alles auf BIO produziert. Natürlicher biologischer Anbau und

das Zermahlen des Getreides zu diversen Mehlsorten sowie Haferkleie, Gries,

Haferflocken und Roggenschrot verschafften der Mühle einen guten Namen.

Auch heute noch wird in der Holzofenbäckerei Eselsmühle hervorragendes Brot

und andere Backwaren hergestellt, welche weit übers Tal und Stuttgart hinaus

bekannt sind. Neben der Bäckerei bekommt man im eigenen Naturkostladen

fast alle Bio- und Demeterprodukte für den täglichen Bedarf.

Das MühlenCafé bietet nach der Wanderung eine gemütliche Einkehr.

Den Sommer genießt man am besten im ehemaligen Privatgarten direkt

neben dem Reichenbach unter schattigen Bäumen.

Für Events stehen dort auch Räumlichkeiten im umgebauten Stall

zur Verfügung. Das Mineralienmuseum von Rudolf Gmelin, sowie

die Besichtigung des Mühlrades und die Esel, die Namensgeber

von 1582 dieser Mühle, locken viele Besucher aus aller Welt an.

 

Die „Mäulesmühle“

Die 3.te der 11 Mühlen im Siebenmühlental, aber die letzte auf der

Musberger Gemarkung, hatte ebenfalls ein bewegtes Leben hinter sich.

Zudem sehr viele Namenswechsel wie Stierlinsmühle, Joachimsmühle,

Jörglesmühle, Metzgermühle, Maylesmühle etc…

Aus dem Namen Maylesmühle wurde später dann der Name Mäulesmühle.

 

Sie besteht eigentlich aus 2 Teilen.

Zum einen die Kommedescheuer. Dort werden Aufführungen vom bekannten Duo:

„Hannes und der Bürgermeister“ aufgeführt. Karten sind sehr schwierig zu bekommen.

Meist tauchen vergebene Firmenkontigente nachher bei Ebay

zu überteuerten Preisen auf. Was eigentlich sehr schade ist.

Das Hauptgebäude, in dem Daniela Brünemann & Georg Hagel ein bekanntes

Bio-Restaurant führen, bietet neben frischen BioSpezialitäten auch eine hauseigenen

Mühlenbäckerei, in der Bäckermeister Georg Hagel in traditioneller Handwerkskunst

ohne Verwendung von Hilfs- oder Zusatzstoffen alles selbst herstellt.

Genießen Sie die hausgemachten Kuchen und frischen Brotspezialitäten.

Die Mühlenbäckerei bilden übrigens auch Lehrlinge aus.

Ansonsten findet man in der Mäulesmühle das „größte“ Mühlrad im Tal, sowie ein

Mühlenmuseum, einen Grillplatz und einen Biergarten im Hof der Mühle.

 

So - nun zurück zum Dorf Mosberg. Der Name kommt von Mos-, bzw. Moorgrund,

an dem die Siedlung auf dem Berg lag. Es wurde auch versucht, mit Moor & Torf

Kapital zu machen, aber die Qualität konnte leider nicht mithalten und es war

auch zu wenig vorhanden, um es langfristig zu betreiben.

1229 erhielt das Zisterzienserkloster Bebenhausen Landgüter zugeteilt und da wurde

in der einer Papsturkunde von Papst Gregor IX erstmalig der Name MUSBERG erwähnt.

Somit ist die Geburtsstunde von Musberg das Jahr 1229. Natürlich ist die Siedlung

selbst sehr viel älter. Feuersteinwerkzeugfunde belegen, dass die Gegend bereits

8000 bis 4000 vor Christi besiedelt war.

 

Am Anfang des 14.ten Jahrhunderts hat Graf Eberhard von Württemberg Güter

und Rechte, sowie Ital Degen von Echterdingen Güter, erworben. Nun waren die

Herren von Rohr und das Kloster Bebenhausen die größten Grundherren von Musberg.

 

In den Urkunden tauchte auch erstmals ein herrschaftlicher Schafhof auf.

 

Im Jahre 1519 wurde Herzog Ulrich von Wuerttemberg, als dieser Reutlingen

ueberfallen hatte, vom Schwaebischen Bund vertrieben. Die Habsburger

wurden nun 1520 bis zur Wiedereinsetzung Ulrichs in sein Herzogsamt 1534

die neuen Herren von Musberg.

Upps – sind wir jetzt zeitweise Oesterreicher ???

 

Tja – so ging es rund in Musberg. Immer was los.

Am Rande erwähnte man noch 1524 eine Ziegelhütte im Gebiet

Ziegeläcker, heute zur Firma MHZ gehörend. Das Handwerk des

Ziegelbrennens nahm enorm zu, als man die Bevölkerung dazu aufrief,

das Dach anstatt mit Stroh nunmehr mit Ziegel zu decken.

Ziegelhütten entstanden bevorzugt dort, wo man Lehm abbauen/ergraben konnte.

In Musberg z.B. am Ostabhang des Schönberges. Die Herstellung von

Ziegeln & Backsteinen war somit hervorragend gesichert. Im damaligen

Fleckenzeichen (Ortswappen) von Musberg sieht man die gekreuzten Ziegel.

Von 1625 ist die erstmals bekannte Darstellung dieses

Gemeindewappens in Form der gekreuzten Ziegel (Zieglermodel) festgehalten.

Am westlichen Ende des Dorfes befand sich noch ein Steinbruch. Dort wurde

der harte, grobkörnige Keupersandstein abgebaut. Dieser eignete sich vorzüglich

für ausgesuchte Mühlsteine. Zudem lieferte er gutes Material für den Straßenbau.

 

Jetzt geht’s erst mal kirchlich weiter. Das westliche Christentum, welches

durch die kirchliche Erneuerungsbewegung zwischen 1517 und 1648 die

Spaltung des westlichen Christentums in verschiedene Konfessionen wie

katholisch und lutherisch (evangelisch-reformiert) führte, wurde abgelehnt.

Der Einspruch des Königs Ferdinand in Wien im Jahre 1531 verhinderte

zunächst die Einführung dieser Reformation. Deshalb setzte man einen

protestantischen Esslinger Prediger in Möhringen ein, der für Musberg

und Rohr einen Predigtauftrag bekam. Beide wurden dann der Pfarrei

Vaihingen zugeteilt. 1557 wurde Württemberg alleiniger Herr in Musberg,

nachdem das Zehntrecht vom Esslinger Spital erworben wurde. Nach

ewigem hin & her gelang die neue kirchenpolitische Reform doch noch

durch Herzog Christoph und Johannes Brenz. Im Wandel der großen

Württembergischen Kirchenordnung 1558/59,  profitierte auch der

kleine Ort Musberg, der damit das Attribut erhielt „Als erste Pfarrei“

nach der Reform 1563 in die GESCHICHTE einzugehen.

1562 erhielt Musberg eine eigene Kirche. Leider war sie 1 Jahr später

schon wieder zu klein Unschuldig Musberg wird also 1563 eigene Pfarrei und

mit Ihr Magister Christoph Raff der erste selbständige Pfarrer in Musberg.

Musberg ist also die erste evangelische Pfarrei, die nach der Reformation

in Württemberg gegründet wurde. Natürlich begann man dann 1564 gleich

mit der Errichtung eines neuen Pfarrhauses. Übrigens: anno 1569/1570

deutet ein Schlussstein im Gewölbe der Kirche mit der Inschrift

LDW (Ludovicus Dux Wirtembergiae = Ludwig Herzog von Württemberg)

und drei ineinander verschlungenen Fischen (neues Musberger Wappen)

auf den Umbau der Kirche hin. 1589 - die Kirche ist schon wieder zu klein.

1593 Neubau/Umbau und 1596 Erweiterungsbau der Kirche.

 

Früher hatte Musberg eine Burg / Schloss am Westhang des Eichberges.

1572 wurde in einem Lagerbuch ein „Burgstall“ bezeichnet.

Der 30-jährigen Krieges von 1618 - 1648 belastet auch Musberg. In diesem

verliert anno 1635 Musberg durch die Pest und die große Hungersnot

extrem viele Einwohner. Sie fiel von 590 auf 140.

 

1649 wurde die Schulpflicht eingeführt und man erwirbt hierzu ein Schulhaus

im Jahre 1662. Nun geht es voran. Im Jahre 1717 bestand Musberg aus

27 Wohnhäusern und 22 Nebengebäuden.

Die Handwerkerzahl gestaltet sich wie folgt:

1 Bäcker, 1 Ölmüller, 1 Schmied, 1 Wagner (Stellmacher) genannt, er stellt Räder,

Wagen und landwirtschaftliche Geräte aus Holz her, 1 Schneider, 2 Schuhmacher,

3 Weber, 4 Vogelfänger und diverse Besenbinder.

Nicht zu vergessen die Ziegelhütte und die 3 Mühlen.

 

Der Schuhmacher Christian Stäbler wandert 1752 als erster Musberger

nach Nordamerika aus. Im Jahre 1758 wurde ein neues Schulhaus eingeweiht.

Eine Änderung nach der anderen folgte. Im Jahre 1817 wurde in Württemberg

die Leibeigenschaft abgeschafft. 1819 folgte die Trennung vom Leinfelder Ämtle.

Anno 1820 wurde im Rahmen der Schönbuchgerechtigkeit, es ging speziell um

die Holz- und Waldnutzungsrechte von Musberg, von Württemberg alles mit

76 Morgen Wald abgegolten. Im Jahre 1823 erfolgte die Einweihung des neuen

Schulhauses an der Ecke Haublickstraße / Kirchplatz.

Es ist bereits das dritte Schulhaus. 1974 wurde es abgerissen.

 

Ein soziales Projekt startete 1827. Von König Wilhelm I. werden auf der "Hohewart"

50 Morgen urbar zu machendes Land an 24 arme Handwerker- und Bauernfamilien

zur Bewirtschaftung vergeben. Der Stuttgarter Bäckermeister Kettner spendet dafür

Vieh und Geräte. Das Kolonisationswerk scheitert jedoch nach wenigen Jahren

aufgrund der mangelhaften Unterstützung durch die Gemeinde und der momentanen

allgemeinen Krise der Landwirtschaft.

 

1830 erfolgte die Einweihung des neuen, im klassizistischen Stil erbauten

Rathauses. Das ist das heute „Alte Rathaus“. www.altes-rathaus-musberg.de

                 

Jetzt wird´s wichtig: Der Gemeinderat lehnt 1837 den Zuzug von Personen

ohne Vermögen ab. Die Kinder der Musberger Armen wurden nach Auswärts

in die Lehre gegeben oder müssen sich in den Nachbarorten verdingen.

Die Folge: 1840 fällt der Schultheiß Stäbler einem Racheakt der Ortsarmen

zum Opfer und wird schwer verletzt.

Im Jahre 1853 dann der Hammer: MUSBERG ist INSOLVENT !!!

Die Gemeinde musste ihre Zahlungsunfähigkeit erklären.

Viele Musberger wandern aus. Der Großteil nach Nordamerika (Michigan).

 

27 Jahre später, im Jahre 1880 dann der Aufschwung. Der Kleinhandel von

landwirtschaftlichen Produkten mit Stuttgart blühte. Zudem finden viele

Musberger in der aufstrebenden Industriestadt Stuttgart Arbeit.

Vor allem im Baugewerbe kam man sehr gut unter.

                 

Sofort kommt wieder Bewegung in Musberg. 1885 wird der neue Friedhof angelegt.

Die Einführung der Feuerwehrpflicht erfolgt 1886. Im Jahre 1894 wird der Kirchen-

verband mit Leinfelden und Unteraichen aufgelöst. 1895 wurde die Gründung des

Turnvereins Musberg beschlossen sowie 1897 die Gründung des Liederkranzes Musberg.

                 

Im Jahre 1900 hat Musberg nun rund 800 Einwohner und 151 Wohnhäuser.

                 

1901 erfolgt die Gründung des Sozialdemokratischen Vereins Musberg.

Dr. Beisswenger aus Vaihingen a.F. wird 1903 zum Orts- und Armenarzt

bestellt und 1904 wurde Musberg an die Filderwasserversorgung angeschlossen.

                 

Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1905:

Musberg hat nun 847 Einwohner. Davon sind 427 weiblich und 420 männlich.

7 Einwohner sind Katholiken, 840 evangelisch. Es wurden genau 163 Haushalte

gezählt, die auf 138 Gebäuden verteilt sind. 82 Nebengebäude wie Scheunen etc…

werden registriert. In den letzten zehn Jahren wurden in Musberg 69 Ehen

geschlossen. 67 Kinder starben im ersten Lebensjahr und im gleichen Zeitraum

kamen 26 uneheliche Kinder zur Welt.

                 

Am 12. Juni 1907 zählte Musberg 141 landwirtschaftliche Betriebe.

6 Großbetriebe haben zwischen 5 und 10 Ha zur Nutzung zur Verfügung.

Die Mehrzahl (100 Betriebe) muss sich mit wesentlich geringerer Fläche

(zwischen 20 Ar und 3 Ha) begnügen.

                 

1911 erfolgte der Anschluss an das Stromnetz (Neckarwerke Esslingen) und

1912 errichtete man ein neues Schulhaus in der Schulstraße (heute Filderstraße).

                 

Im 1. Weltkrieg 1914-1918 fallen 40 Musberger. 3 bleiben vermisst.

1919 erfolgte die Gründung einer Krankenpflegestation durch Pfarrer Schlipf

und die Gründung des Musikvereins Musberg.

 

1920 traf auch Musberg die Inflation. Lebensmittel und Kleidung erhielt man

nur noch gegen Zuteilung, da das Geld nichts mehr wert war.

Es erfolgte die Gründung der Spar- und Darlehenskasse.

Im Jahre 1922 wurde die Kirche renoviert und Gustav Egler wurde mit nur 25 Jahren

Amtmann (Schultheiß) in Musberg. Prompt erfolgte 1 Jahr später (1923) der Umbau

des Rathauses und Musberg erhielt eine eigene Poststelle. Die Freiwilligen Feuerwehr

wurde eingeführt und die Metallwarenfabrik Eugen Wolf KG siedelte sich an.

Der Anschluss an das Stuttgarter Gasnetz erfolgte 1926. Es bestehen 52 Anschlüsse.

Sport: Paul Reiber wird Vizeeuropameister im Ringen.

                 

1928 weihte man die sogenannte Schönbuchbahn, "Tälesbahn", ein. Durch die Strecke

Leinfelden via Waldenbuch wird Musberg erstmals an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

Der Festzug zog am 22. Juni durch die Gemeinde.

Hauptsächlich wurden Personen (Arbeiter) und natürlich Güter befördert.

Dr. Beißwenger, dessen Praxis in Vaihingen liegt, erhält nach 25-jähriger Tätigkeit

als Ortsarzt in Musberg das Ehrenbürgerrecht verliehen.

1929 wird die erste ständige Arztpraxis von Dr. Ludwig Seyler eröffnet.

1930 wurde die Firma MHZ-Hachtel, Vorhangschienenfabrik, durch Wilhelm Hachtel,

der Erfinder des Hachtelzugs und Adolf Stäbler gegründet.

Die Firma wird bald zum größten Arbeitgeber im Ort. 

 

Die Kommunisten werden 1931 bei der Gemeinderatswahl mit vier Sitzen stärkste

Fraktion und Musberg erhielt den Titel: „Klein Moskau, das rote Musberg“.

Die erste Turnhalle wurde fertiggestellt. Die Gemeinde kauft erstmals einen

Leichenwagen, denn zuvor wurden die Leichen zum Friedhof getragen.

In Musberg gibt es nun 58 Arbeitslose mit Sozialhilfe (heute Hartz4).

                 

1933 dann die sogenannte Machtergreifung durch die Nationalsozialisten:

Der Gemeinderat wird am 31. März aufgelöst. Gleichschaltung der Vereine und

der Feuerwehr. Auflösung des Arbeiter-Sportvereins, der Ortsgruppe der SPD,

des Arbeiter-Radfahrervereins "Solidarität" und des Gesangvereins "Liederkranz"

durch gesetzliche Verfügungen. Gründung der Turn- und Sportvereinigung

Musberg (TSV). Die Schulstraße wird in Adolf-Hitler-Straße umbenannt.

Zu Ehrenbürgern der Gemeinde werden ernannt: Reichspräsident von Hindenburg,

Reichskanzler Adolf Hitler und der Staatspräsident Wilhelm Murr.

Bei der Reichstagswahl am 5. März bleibt die KPD stärkste Partei.

 

Die Baulandumlegung im Gewann Ziegeläcker wurde 1936 beschlossen.

1938 kommt Musberg zum Kreis Böblingen.

                 

1939 Der zweite Weltkriegs bricht aus. Die Produktion in der Ziegelei startet 1941.

Der Krieg wird schlimm für Musberg. Beim britischen Luftangriff auf Stuttgart

am 22. November 1942 entstehen durch Zufallstreffer schwere Schäden.

Viele Menschen werden obdachlos, 1 Person wird getötet.

Am 15. und 16. März 1944 erfolgte der zweite britischen Luftangriff.

Musberg wird zu 80 % zerstört. 85 Gebäude total und 82 schwer, sowie 155 leicht beschädigt.

Diesmal werden 800 Menschen obdachlos und 2 werden getötet. 1945, endlich das

Ende des 2. Weltkrieges und die Besetzung von Musberg durch die französische

Truppen am 20. April. Die ersten von insgesamt 247 Heimatvertriebenen treffen ein.

Am 27. Januar 1946 war dann die erste freie Gemeinderatswahl seit 1933.

Mit der Währungsreform im Jahre 1948 begannen die sogenannten „goldenen Jahre“

des Wiederaufbaus. 1949 trat die Förderung des privaten Wohnungsbaus durch

die Gründung der "Bauhilfe" (steuerbegünstigte Darlehen) seitens der Gemeinde, ein.

 

Die Dreifaltigkeitskirche erhält drei neue, von Kurtz gegossene Bronzeglocken am

15. Oktober 1950. Ebenso fand die Einweihung der Sport- und Festhalle statt.

1951 erfolgte die Erweiterung des Friedhofs, der Bau der Friedhofskapelle

und wieder eine Kirchenrenovierung.

                 

Das bekannte Musberger Heimatspiels "Heimat in Not" von Emil Kübler wurde am

2. + 3. August 1952 anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Landzuteilung auf

der Hohe Wart uraufgeführt. Im Jahre 2000 hat Horst Elsässer es überarbeitet

und unter dem Namen: „König, Bettler, Besenbinder“ unter Erfolg aufgeführt.

 

Am Eulenberg entsteht durch die Selbsthilfe der Heimatvertriebenen eine

Neubürgersiedlung. 1955 erfolgte die Beseitigung der letzten Barackenunterkünfte.

Die Schönbuchbahn zwischen Leinfelden und Waldenbuch wird 1956 stillgelegt und

im Jahre 1957 erfolgte der Abbau der Schönbuchbahngleise. So wurde aus der

Eisenbahntrasse der heutige Bundeswanderweg im Siebenmühlental.

 

Die Einführung der „allgemeinen Müllabfuhr“ und das „Erste Musberger Dorffest“.

fanden auch 1957 statt.

1958 wurde Musberg an die Bodenseewasserversorgung angeschlossen und mit Ihr

auch gleich die Ortskanalisation ausgebaut. 1959 erhielt die Eichbergschule mit der

Einweihung der ersten beiden Bauabschnitte das erste Lehrschwimmbecken im

Kreis Böblingen(das heutige untere Gebäude und das Hausmeistergebäude mit

Näh- und Handarbeitsräumen).

Im Jahre 1960 ist die Gemeindeverwaltung in das, zum Rathaus umgebaute,

ehemalige Schulhaus, umgezogen. 1963 wurde der Kindergartens im "Lauch"

eingeweiht. Das Klärwerk „Reichenbach“ bei der Mäulesmühle wird 1965

(gemeinsam mit Leinfelden) in Betrieb genommen .

Oberaichen scheidet aus dem fast 400-jährigen Pfarrverband mit Musberg aus.  

Einweihungen über Einweihungen folgen mit der Errichtung der Aussegnungshalle

1967, des Kindergartens im Brühl im Jahre 1968, sowie die Einweihung des dritten

Bauabschnitts der Eichbergschule 1970.  Natürlich darf man auch die Einweihung

des neuen Feuerwehrgerätehauses im Jahre 1972 nicht vergessen.

Nach 35 Jahren Böblingen kommt nun, bedingt durch die neue Kreisreform, Musberg

1973 zusammen mit Leinfelden zum Landkreis Esslingen / Neckar. Der Bürgermeister

Rainer Häußler wird wiedergewählt und die Arbeiterwohlfahrt beginnt mit dem Bau der

Altenheimanlage "Sonnenhalde". Am 27. Juni 1974 erfolgt die Unterzeichnung der

Stadtgründungsvereinbarung zur Stadt Leinfelden-Echterdingen und im Zuge der

Gemeindereform 1975 schließen sich Musberg, Leinfelden, Echterdingen und

Stetten am 1. Januar zur Stadt Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) zusammen.

Diese wird am 1. Juli 1975 zur Großen Kreisstadt erhoben.

Damit endete die Selbständigkeit des Dorfes Musberg im Jahre 1974.

Seither wird alles überregional unter „Kreisstadt Leinfelden-Echterdingen“ geregelt.

Die Rathäuser haben ihre Hauptfunktion aufgegeben. Das Alte Rathaus dient noch

für Vernissagen und das Neue Rathaus wird als Schulungsraum für die

Volkshochschule (VHS) genutzt. Der Raum auf der Rückseite dient dem

Fotoclub und dem Filmclub als Clubraum.

Es gibt 5 Kindergärten (-häuser) sowie einen Aktiv-Spielplatz und die Eichbergschule.

Auch sonst ist viel los in Musberg. Zahlreiche Vereine bieten Freizeitangebote für

fast jeden Wunsch.

Die gute Lage von Musberg bringt einen zudem schnell nach Stuttgart, Tübingen oder

Richtung Böblingen. Der Spruch „Dort leben wo andere Urlaub machen“  findet mit

seiner guten Luft, dem Naherholungsgebiet Siebenmühlental und dem Schönbuch

auch seine Bestätigung.

Die Ausflugsziele wie die Mühlen-Gastronomie, die Lokale direkt in Musberg, die

Museen (Mühlenmuseum Mäulesmühle, Geologisches Museum in der Eselsmühle,

Feuerwehrmuseum in Musberg und dem Stadtarchiv) vor Ort sowie der nahgelegene

Waldklettergarten, RitterSport Fabrikverkauf & Museum,

das "Si" mit seinen Musical-Schauspielhäusern und dem Cinemaxx-Kinozentrum

machen Musberg zu einem wohnenswerten Ort.

Die Anbindung über Bus, U-Bahn, S-Bahn ist ebenfalls gesichert.

Zudem bieten zahlreiche Gewerbe fast alles vor Ort. Hofläden wie der Bauernhof

der Familie Stäbler, der Bio-Laden & Holzofenbäckerei der Eselsmühle,

der EDEKA-Markt Jäger, die Bäckereien Treiber und K&U, natürlich nicht

zu vergessen die Metzgerei Holzwarth mit seiner hochwertigen Fleisch- &

Wurstware und dem Catering & Partyservice, Feinkost Holly, dem Wochenmarkt,

2 Getränkehändler, 3 Banken, 1 Autohaus, zahlreichen Ärzten für jeden Fall,

6 Kosmetikinstitute, unglaublich vielen Handwerkern wie Maler (6), Friseure (3),

3 Werkstätten rund ums Auto, Glasereien, Fliesen, Zäune, Uhrmacher,

Restauratoren, Reisebüro, Werbeagenturen, Kaffeemaschinen & Großküchen,

Umzugsfirmen, Bestattungsunternehmen und vieles mehr …

 

Erleben Sie Musberg mit seinen 5156 Einwohner (Stand 30.06.2015).

Wenn Sie nicht in Musberg wohnen, jedoch Gefallen am Ort haben,

finden Sie Wohnungen und Häuser zum kaufen oder mieten unter

Immobilien oder Sie beauftragen einen ortsansässigen Makler mit

Ihrer Wunschimmobilie.

Die Finanzierung übernimmt bestimmt gerne eine der 3 Banken (Sparkasse,

Volksbank + BW-Bank) vor Ort. Für Bau-, Umbau- und Renovierungsarbeiten

stehen, wie gesagt, zahlreiche Musberger Handwerksbetriebe zur Verfügung.

Aktuelle Stellengesuche finden Sie unter Jobs und wenn Sie ein eigenes

Geschäft eröffnen möchten, sucht man gerne für Sie ein geeignetes Objekt.

Interessant wäre noch ein Eiscafé am Kirchplatz Lächelnd

 

Nun viel Spass weiterhin auf Musberg.info

 

 

PS: Es ist nicht einfach, so viele Daten in einer Homepage unterzubringen. Da kann auch mal

ein Fehler passieren oder das etwas nicht mehr aktuell ist. Ich würde mich daher über jede

schnelle und unkomplizierte Info freuen. Per Mail (info(at)musberg.info) oder Telefon 0163-754.754.0.

DANKE

 

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Die Stadt Leinfelden-Echterdingen steht in keinem Zusammenhang mit dieser Webseite.